Das erste Training

Die Geschichte von Sebastian

Mein erstes Training in der Sportakademie Dr. Lee Berlins, die folgende Geschichte dreht sich um mich im Jahr 2013. Ich möchte meine erste Begegnung mit dem Meister mit euch teilen und einen kleinen Einblick in meine Anfangszeit geben. 2013 zog ich in eine neue Gegend, ich hatte keine Freunde, Kollegen, die Nachbarn waren fremd und die Familie wohnte weit entfernt. Dies änderte sich allerdings nach zwei Wochen, bei einem abendlichen Spaziergang entdeckte ich ein älteres Werbeschild einer Sportschule für Kampfkünste, die Sportakademie Dr. Lee Berlin. Ich durchsuchte das Internet und wurde schnell fündig - und zur großen Freude war die Schule auch gar nicht weit entfernt von meinem neuen Zuhause.

Gleich am folgenden Abend besuchte ich die Schule und stellte mich dem Meister vor. Es war ein Moment, den ich nie vergessen werde. Ich spürte sofort, dass Disziplin und Ehrgefühl in der Trainingshalle herrschte aber auch eine Freundlichkeit und gegenseitiger Respekt der mir imponierte. Nett empfing mich der Meister und stellte mir ein paar Fragen, wie ich heiße, ob ich bereits Erfahrungen mit Sport oder gar in den Kampfkünsten hätte und was ich trainieren möchte. Er lud mich noch am selben Abend ein am Training teilzunehmen. Und so begann alles…

Da ich vorher nur zwei Jahre Bodybuilding trainiert hatte musste ich, wie Ihr vielleicht auch, bei Null anfangen. Das Training begann mit Dehnübungen und einer kurzen Aufwärmung. Noch nie, wirklich nie in meinem Leben hatte ich mich so intensiv gedehnt. Die erste Zeit schmerzte es aber schon nach kurzer Zeit zeigten sich die ersten Erfolge. Ich fing an Kung Fu zu trainieren. Die verschiedenen Tierstile und akrobatischen Bewegungen hatten mich schon immer interessiert! Nur schade, dass mein Körper durch das ganze Bodybuilding zu steif für diese Kampfkunst war. Auf Rat des Meisters wechselte ich vorerst zum Kick-Thai-Boxing, eine asiatische Kampfkunst die zur Verteidigung mithilfe der Fäuste, Füße, Knie und Ellenbogen entwickelt wurde. Diese gefiel mir so sehr, dass ich sie noch heute, schon seit zwei Jahren, trainiere. Dafür bin ich dem Meister sehr dankbar!

Die erste Zeit war sehr schwierig für mich. Ich war noch nicht sonderlich gedehnt, ich war langsam und ich musste sogar Boxen und Treten neu erlernen. In freundschaftlichen Trainingskämpfen, sogenannten Sparrings, konnte ich meine neuen Fähigkeiten immer wieder testen und verbessern. Nachdem ich fast täglich neue Kampf- und Verteidigungstechniken erlernte und trainierte, folgte ein kraftraubendes Ausdauer- und Muskeltraining zum Erhalt und Ausbau des Durchhaltevermögens. Das Training war jedes Mal so anstrengend aber man wusste, man trainiert für seine eigene Gesundheit und man lernt sich zu verteidigen!

Neben all den Liegestützen, Sit-Ups, Kniebeugen und dem Training am Sandsack bemühte ich mich auch die Werte und Philosophie dahinter zu erlernen: Respekt, Freundlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und Ehrgefühl sind nur einige Beispiele. Ich bekam Einblicke in die Kultur, Traditionen und  sogar die Sprache. Ich lernte viel Neues und bekam sogar einen neuen Blickwinkel zu vielen Themen.

Mit der Zeit bin ich nicht nur sportlicher geworden oder habe eine Kampfkunst erlernt, ich sondern habe auch neue Freunde gefunden. Nein.. eine neue Familie!

Ich erzielte von Monat zu Monat mehr Erfolge, lernte und lernte. Selbst Kultur, Tradition und Sprache waren bald gewohnt und dies alles verdanke ich in erster Linie dem Meister und alle meinen Mittrainierenden. Ohne sie hätte ich das nie geschafft. Sie haben mir den Rücken gestärkt und ich bin überaus froh, dass ich sie in meinem engeren Freundeskreis dazu zählen darf!

Dankeschön, danke für alles